Längst ist das E-Bike ein neues innovatives Fortbewegungsmittel und aus der Fahrradbranche nicht mehr wegzudenken. Ob Anzug tragender City Biker, ambitionierter Mountainbiker, Alltags- oder Freizeitradler – Elektrofahrräder bieten einen unerwarteten Fahrspaß, ein bequemes und sicheres Fahrgefühl und erleichtern bei Bedarf quälende Bergauffahrten enorm.
Während die elektrische Antriebswelle in der Automobilentwicklung noch eher ein exotisches Phänomen darstellt, ist sie am Fahrradmarkt bereits höchst erfolgreich. Anders als beim Auto, wo noch mangelhafte Produkte zu sehr hohen Kosten hergestellt werden, ist der Aufwand beim Fahrrad vergleichsweise gering, der Nutzen jedoch enorm.
Um mit einem herkömmlichen Fahrrad ein Tempo von 20 Kilometern pro Stunde zu erreichen, ist eine Tretleistung von etwa 100 Watt erforderlich. Der Motor eines E-Bikes erhöht diese Leistung um bis zu 250 Watt, die durch relativ kleine Batterien erzeugt werden.
Kein Wunder also, dass das E-Bike auch hierzulande zum Verkaufsschlager geworden ist. Laut einer VCÖ-Umfrage vom April 2010 wurden in Österreich allein von Jänner bis März 2010 mehr als 5.000 Elektrofahrräder verkauft. Während im Jahr 2009 knapp über 10.000 E-Bikes über den Ladentisch wanderten wurden, wird für das Jahr 2011 bereits ein Anstieg der Verkaufszahlen auf 30.000 bis 40.000 Stück erwartet.
Wer es genau nimmt, unterscheidet bei Elektrofahrrädern zwischen E-Bikes und Pedelecs: Beim E Bike wird der Elektromotor über einen Schaltknopf oder einen Drehgriff gesteuert, wie es bei einem Moped oder Motorroller üblich ist. Da es wie ein Fahrrad über Pedale verfügt, lässt es sich wahlweise elektrisch, über Muskelkraft oder im Mischbetrieb fahren.
Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“: Mit einem Bewegungssensor oder einen Kraftsensor erkennt der Motor die Trittkraft des Fahrers und schaltet sich automatisch zu. Die Stärke dieser Unterstützung lässt sich in drei, bei manchen Modellen in vier Stufen einstellen. Hört man auf zu treten, schaltet sich der Motor wieder ab. Das macht er auch, wenn eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht ist, damit das Pedelec vom Gesetz her noch als Fahrrad gesehen werden kann.
Ein E-Bike ist flink, bequem, preiswert im Verbrauch und umweltschonend, wenn es mit Öko-Strom betrieben wird. Mit einem Elektrofahrrad können auch weniger trainierte Personen längere Distanzen und Steigungen zurückzulegen bzw. höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten halten. Es ermöglicht – bei minimalen Energiekosten – ein schnelles Vorankommen ohne große Kraftanstrengung und Schwitzen. Es bedarf keiner Zulassung, keines Führerscheins und der Betrieb verursacht – obwohl durch einen Motor unterstützt – keine lokalen Emissionen.
Nachteile von Elektrofahrrädern sind die höheren Wartungskosten auf längere Sicht, der zeitliche
Aufwand zum Laden des Akkus (ca. drei bis sechs Stunden) und die zusätzliche Gewichtsbelastung
durch Akku, Steuerelektronik und den Motor. Denn ein E-Bike ist aufgrund der Motorisierung und des Akkus wesentlich schwerer als ein herkömmliches Fahrrad. Es wiegt zurzeit durchschnittlich 25 bis 29 Kilogramm und lässt sich ohne Unterstützung des Motors schwerer lenken.
Die Anschaffung eines Elektrofahrrads ist eine Investition. Vor dem Kauf solltest du daher einige Fragen klären und dich gut beraten lassen.
Der Kauf eines E-Bikes wird in Österreich in einigen Bundesländern und Gemeinden gefördert – und das mit einer Rückerstattung von bis zu 20% des Kaufpreises. Nachfragen lohnt sich da in jedem Fall! Meistens bieten auch die E-Bike-Händler diesbezüglich eine Beratung an oder haben sogar die Antragsformulare der lokalen Behörden im Geschäftslokal aufliegen. Unter folgenden Links findest du Infos zu den aktuellen Fördermöglichkeiten in Österreich: