Sicherheit und Vertrauen sind heute wichtiger denn je. Seit 1925 setzt Wüstenrot auf seine Werte „Sicherheit und Vertrauen” und weiß: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ Der Versicherungs- und Finanzdienstleister baut dabei darauf, dass sich das investierte Geld möglichst gut und vor allem sicher vermehrt. Wichtige Begriffe, die in diesem Prozess auf dem Parkett der Finanzmärkte eine Rolle spielen, haben wir in unserem ABC des Finanzwissens für dich zusammengestellt.

 

Aktien

Die Aktie ist ein Wertpapier und sichert dem Eigentümer einen Anteil an einer Aktiengesellschaft (AG). Unternehmen geben Aktien meist zur Beschaffung von frischem Kapital aus. Die Anteilseigner als Aktionäre haben bestimmte Rechte, wie zum Beispiel den Anspruch auf einen Teil des Gewinns. Die Wertentwicklung einer Aktie lässt sich nicht mit Sicherheit voraussehen. Steigen die Aktienkurse, erhöht sich der Kurswert der Aktie. Fallen sie, sinkt der Wert. Deshalb sollte man nur Geld in Aktien investieren, das wirklich entbehrlich ist.

Bausparen

Das Bausparen folgt dem solidarischen Gedanken des gemeinsamen Sparens. Gleichzeitig erwirbt der Sparer Anspruch auf ein Darlehen. Dieses kann am Ende der Ansparzeit in Österreich wahlweise für den Bau oder die Sanierung von Wohneigentum, aber auch für Bildung und Pflege genutzt werden. Der Staat unterstützt das Bausparen mit einer jährlich variierenden Prämie (2025 1,5 Prozent und maximal 18 Euro).

 

Börse

Die Börse ist der Handelsmarkt für Wertpapiere und andere Finanzprodukte. Je nachdem, wie viele Kauf- oder Verkaufsaufträge bei den Kursmaklern während der Handelszeiten eingehen (Angebot und Nachfrage), können die Preise für einzelne Wertpapiere steigen oder sinken. Die einzige Wertpapierbörse Österreichs – und eine der ältesten der Welt – ist die Wiener Börse. International bedeutende Börsenplätze sind New York, Tokio und London.

Darlehen

Vertrag, mit dem der Darlehensnehmer einen Geldbetrag erhält, den er dem Darlehensgeber nebst Zinsen zurückerstatten muss. Üblich sind Bauspardarlehen oder allgemein „Verbraucherdarlehen“. Beide unterliegen einem strengen Verbraucherschutz. Die Schriftform ist ebenso verbindlich wie genaue Angaben zu Kreditbetrag, Rückzahlungsform, Zinssätzen, Kosten und effektivem Jahreszins. Nach Vertragsabschluss haben Verbraucher ein zweiwöchiges Rücktrittsrecht. Ähnliches gilt in Deutschland und der Schweiz. 

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Fondsgesellschaften investieren in Aktien- oder Investmentfonds, verwalten sie und geben für die Einzahlungen Fondsanteile aus.

Deckungskapital

Das Deckungskapital ist ein versicherungsmathematisch berechneter Wert. Er wird von den Versicherungsgesellschaften verwendet, um zu belegen, dass die fälligen Zahlungen beziehungsweise Ansprüche der Versicherten auf künftige oder gegenwärtige Versicherungsleistungen von der Versicherungsgesellschaft abgedeckt, also abgesichert sind.

Derivate

Rechte oder Pflichten, die auf vertraglicher Basis entstehen und als Anlageklasse neben Immobilien oder Wertpapieren zum Beispiel in Multi-Asset-Fonds verwendet werden.

Lesetipp

 Die Geschichte der Banken
Ohne Banken wäre unser Leben und vor allem unsere Wirtschaft kaum denkbar. Doch seit wann gibt es sie eigentlich? In unserem Blogbeitrag verfolgen wir die Geschichte der Banken vom Italien des Mittelalters über das Bankwesen in Österreich im 20. Jahrhundert bis hin zur Digitalisierung der Banken. 

Diversifikation

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen („diversificare“ = verteilen) und beschreibt die Möglichkeit für Geld anlegende Unternehmen, Investitionen und Anlagen breit gefächert in verschiedenen Ländern und Branchen zu tätigen. Ziel dieser Anlagestrategie ist der Risikoausgleich und die Verminderung von Verlustrisiken, weshalb man auch von „Risikostreuung“ spricht. 

 

Dividende

Der auf eine Aktie entfallende Gewinnanteil, den die Unternehmen an ihre Aktionäre als Miteigentümer ausschütten. Über die Höhe und Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. In der Regel wird die Dividende einmal jährlich ausgezahlt. Dividenden tauchen als Ertragsform nur bei Aktien auf.

Einlagensicherung

Bei der Einlagensicherung handelt es sich um ein System zur Sicherung der Sparguthaben bei Kreditinstituten. Droht einer Bank innerhalb der Europäischen Union Insolvenz, sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Genauere Infos dazu finden Sie auch unter www.einlagensicherung.at

Emittent

Ein Emittent ist ein Herausgeber von Wertpapieren. Bei Aktien handelt es sich dabei um Unternehmen; bei Anleihen kann es sich um Unternehmen, öffentliche Körperschaften, den Staat und andere Institutionen handeln.

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Ein Emittent gibt Wertpapiere in Form von Aktien oder Anleihen heraus.

SICHER UND ERTRAGREICH VORSORGEN

Die Finanzberater von WÜSTENROT unterstützen dich mit einer attraktiven Auswahl an Produkten. Du siehst deinem kleinen oder großen Vermögen einfach beim Wachsen zu. Wähle, was zu dir passt. Egal, ob mit regelmäßigen Beiträgen oder einem Einmalerlag –  WÜSTENROT bietet für jedes Alter und jede finanzielle Möglichkeit die passende Lösung.

Weitere Informationen

Fonds

Ein Finanzprodukt, das es gegenüber der Anlage in Einzelaktien erlaubt, mehrere Wertpapiere in einem Paket zu kaufen (französisch „fonds“ = Grundstück, Vorrat, Kapital). Das eingesammelte Kapital wird von Fondsmanagern verwaltet, die das Geld gemäß ihren Anlagerichtlinien in bestimmte Branchen, Länder oder Indizes investieren. Durch die Streuung verschiedener Wertpapiere sinkt das Verlustrisiko erheblich. Fonds sind für Sparer ideal, denen die Einzelanlage in Aktien zu risikoreich ist. 

Fondsgesellschaften

Unternehmen, die Aktien- oder Investmentfonds auflegen und verwalten und im Gegenzug für die Einzahlungen Fondsanteile ausgeben. Nach österreichischem Recht fällt das Fondskapital unter Sondervermögen und ist strikt vom Gesellschaftsvermögen der Fondsgesellschaft zu trennen. Weil die Anlegergelder separat von den Eigenmitteln der Gesellschaft verwahrt werden, sind sie im Falle einer Insolvenz sicher.

Garantie

Unter einer Garantie versteht man im Finanzwesen die Zusage, für die Erfüllung von Verbindlichkeiten einzustehen. So sichern zum Beispiel „Garantiefonds“ die Rückzahlung eines zuvor festgelegten Betrags zu einem festgelegten Stichtag zu. Bei diesem Wert kann es sich um das eingezahlte Kapital handeln, um einen bestimmten Prozentsatzanteil davon oder um während der Laufzeit erreichte Höchststände.

Kredit

Eine von zuvor festgelegten Rahmenbedingungen abhängige und leihweise Bereitstellung von Geld nennt man Kredit. In Österreich regelt das Verbraucherkreditgesetz alle Arten von Verbraucher- und Hypothekenkrediten mit einem Mindestbetrag von 200 Euro. Dazu gehören insbesondere das Recht auf klare Information des Kreditnehmers durch den Kreditgeber, etwa zu Zinsen, Laufzeit und Tilgung, Regelungen zur vorzeitigen Ablösung des Kredits sowie Rücktrittsrechte. Die Schriftform ist mit Ausnahme der Überziehungskredite für das Girokonto Pflicht.

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Die Garantie ist im Finanzwesen die Zusage, Verbindlichkeiten zu erfüllen und dafür einzustehen.

Lesetipp

Woher kommt das Geld? 
Eine Bank kann für ihre Kunden neues Geld erschaffen. Klingt fantastisch, ist aber Teil unseres Geldsystems. Lies in unserem Beitrag zur Geldschöpfung, wie es funktioniert. So entsteht Geld – einfach erklärt.

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Spareinlagen dienen der Vermögensansammlung, also dem Ansammeln eines Geldpolsters über einen langen Zeitraum hinweg.

Multi Asset Fonds

Fonds, die in verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen, Währungen und Derivaten) investieren dürfen.

Portfolio

Eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs bezeichnet man allgemein als Portfolio. Auf dem Finanzmarkt wird damit der Gesamtbestand an Wertpapieren oder Fonds bezeichnet, die ein Aktionär oder ein Unternehmen besitzt.

Prämie

Eine Prämie ist eine Belohnung oder ein zusätzlicher Vorteil, den man erhält, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Bei einem Bausparvertrag kannst du eine staatliche Prämie erhalten – also zusätzliches Geld vom Staat – als Anreiz fürs Sparen.

Rendite

Der Ertrag, den Sparer oder Aktionäre mit ihrem investierten Kapital erzielen, ist die Rendite. Sie setzt sich aus nur einer oder auch aus mehreren Komponenten zusammen. Bei Geldanlagen gibt es in der Regel vier unterschiedliche Ertragsarten: Zinsen, Dividenden, Kursgewinne und Währungsgewinne.

Rentenfonds

Anleihe = Rente. Mit der Rente an sich haben diese Fonds nichts zu tun. Sie heißen so, weil dieses spezielle Investment ähnlich wie Renten regelmäßige Zinsen abwerft. Konkret handelt es sich dabei um Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere  investieren. In der Regel steigen die Kurse bei sinkendem Marktzinsniveau. Steigt der Marktzins, gehen ihre Kurse nach unten.

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Den Gewinn, den Aktionäre auf ihre Anteile enthalten, legt die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft fest.
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Beim Risiko beschreibt man die Verlustgefahr oder Ungewissheit über künftige Gefahren. Je spezieller der Anlageschwerpunkt, desto größer das Risiko.

Risiko

Als Risiko definiert man – in der Finanzwelt – die Abweichung der Erwartung. Das kann umgangssprachlich als Verlustgefahr oder Ungewissheit über künftige Gefahren verstanden werden, , was aber nicht unweigerlich der Fall sein muss. Das Risiko von Kursrückgängen wird meist umso größer, je spezieller der Anlageschwerpunkt in Aktien oder Fonds ist. Legt ein Fonds zum Beispiel Gelder in einer ausländischen Währung an, können mit dem Kauf der Fondsanteile Währungsrisiken verbunden sein. Dagegen kann der Wert bei festverzinslichen Wertpapieren („Rentenfonds“) bei ansteigenden Zinsen sinken. 

Rückkaufswert

Bezeichnet gemeinhin die Summe, die ein Versicherter von der Versicherungsgesellschaft erhält, wenn er seine Kapitallebensversicherung frühzeitig kündigt. 

Spareinlage

Eine Spareinlage ist Geld, das ein Bankinstitut annimmt und durch Ausfertigung einer Urkunde oder eines Sparbuches als Spareinlage bestätigt. Spareinlagen dienen der Vermögensansammlung, aber nicht dem Geschäftsbetrieb oder Zahlungsverkehr. Sie haben in der Regel keine langen Laufzeiten, sind flexibel und risikofrei („Einlagensicherung“). Nachteilig ist die meist geringe Verzinsung. 

Steuervorteil

Gute, langfristige und sichere Anlagen für den privaten Vermögensaufbau belohnt der Staat mit Steuervorteilen. Das geht aber nicht mit allen Verträgen oder Lebensversicherungen. Einen Steuervorteil bietet Wüstenrot beispielsweise mit der Sparpolizze (derzeit nicht erhältlich) für Sparbeiträge ab 20 Euro monatlich. Für einmalige Kapitaleinzahlungen ab 1.000 Euro ist der Wüstenrot Wertbrief  (derzeit nicht erhältlich) ideal. Am Ende der Laufzeit erhält der Sparer die Versicherungssumme und Gewinnbeteiligung. Der Staat verlangt keine Kapitalertrag- oder Einkommensteuer.

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Gute, langfristige und sichere Anlagen für den privaten Vermögensaufbau belohnt der Staat mit Steuervorteilen.

Lesetipp

Fun Facts rund ums Geld
Über Geld kann man nie genug wissen. In unseren Beitrag zu  „10 spanenden Fakten zum Thema Geld” gehen wir das Thema unterhaltsam an und geben Antworten auf Fragen von „Wie viele Geldautomaten gibt es in der Antarktis?” bis „Wer hat den Bitcoin eingeführt?”.

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Das angesparte Kapital einer Todesfallschutzversicherung wird am Ende einer vereinbarten Laufzeit an den Versicherungsnehmer ausgezahlt.

Todesfallschutz

Um seine Familie im Todesfall zu versorgen, sollte eine Todesfallschutzversicherung abgeschlossen werden. Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten. Beim reinen Risikoschutz wird im Erlebensfall kein Kapital ausgezahlt. Stirbt der Versicherte, fällt die Versicherungssumme an die Begünstigten. Überlebt der Versicherte die Vertragslaufzeit, kommt es zu keiner Auszahlung. 

Überschussbeteiligung

Bei dem etwas langen Wort Überschussbeteiligung handelt es sich um einen Begriff aus der privaten Lebensversicherung. Der Versicherte erhält einen Anteil an den erwirtschafteten Überschüssen, den ihm das Versicherungsunternehmen nach einem vorab festgelegten Schlüssel („Bemessungsgrundlagen“) einmal jährlich gutschreibt. Die Überschüsse stammen im Wesentlichen aus den Erträgen von Kapitalanlagen.  

Verzinsung

Verzinsung bezeichnet die Konditionen, unter denen Zinsen als Vergütung für geliehenes Geld berechnet werden. Wichtigstes Kriterium ist die Höhe der Zinsen. Üblich ist die Angabe der Verzinsung in Prozent pro Jahr in Bezug auf das geliehene Kapital zum Beispiel bei Krediten oder auf das angelegte Kapital bei Geldanlagen.

Zinsen

Vergütung für geliehenes Geld. Die Höhe der Zinsen richtet sich nach der Marktlage und der Bonität des Emittenten. Die Höhe der Zinsen hat erheblichen Einfluss darauf, ob Anleger vermehrt Geld anlegen und sparen (hohe Zinsen) oder ausgeben und investieren (niedrige Zinsen).

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Zinsen sind eine Vergütung für geliehenes Geld. Hohe Zinsen veranlassen Anleger zum Sparen, niedrige eher zum Investieren.

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