„Schulden“ ist ein Wort, das bei vielen von euch sofort ein mulmiges Gefühl auslöst. Man denkt an Verpflichtungen, an Risiko, vielleicht sogar an Abhängigkeit. Gleichzeitig finanzieren jedes Jahr tausende Menschen in Österreich ihr Eigenheim über einen Kredit.
Wie passt das zusammen? Warum fühlt sich ein Kredit oft schwerer an, als er wirtschaftlich betrachtet ist? Und gibt es tatsächlich Schulden, die sinnvoll sein können?
Lasst uns das Thema gemeinsam einordnen.
Im Wort „Schuld“ steckt bereits etwas Moralisches. Historisch war Verschuldung tatsächlich mit Scham oder sozialem Druck verbunden. Wer nicht zahlen konnte, verlor Ansehen. Diese kulturelle Prägung wirkt bis heute nach.
Im Deutschen hat sich eine Besonderheit erhalten:
Das gleiche Wortfeld umfasst sowohl
In vielen anderen Sprachen ist das getrennt:
Im Deutschen blieb diese Nähe bestehen und deshalb wirkt das Wort „Schulden“ emotional oft schwerer als das nüchterne „Kredit“.
Dazu kommt ein psychologischer Effekt: Verluste fühlen sich stärker an als Gewinne. Die Verhaltensökonomie spricht von „Loss Aversion“. Also: Eine Belastung über 300.000 Euro fühlt sich emotional größer an als ein Immobilienwert über 300.000 Euro beruhigend wirkt. Obwohl sich beides in der Realität ausgleicht.
In Österreich gilt Sparen als Tugend. Laut Statistik Austria liegt die Sparquote langfristig meist zwischen acht und zwölf Prozent des verfügbaren Einkommens. Gerade ältere Generationen haben Krisenzeiten, hohe Inflation oder wirtschaftliche Unsicherheiten erlebt. In diesen Phasen war Sicherheit das oberste Prinzip und es schickte sich nicht, Geld auszugeben, das man nicht hatte.
Viele von euch kennen vielleicht Sätze wie: „Man soll nur kaufen, was man sich leisten kann.“ Gemeint war oft: möglichst ohne Kredit.
Aus emotionaler Sicht ist das verständlich, aber gleichzeitig hat sich die Welt verändert. Immobilienpreise, Zinsen, Arbeitsmodelle: vieles ist heute anders als vor 30 oder 40 Jahren.
Ein wichtiger Punkt: Es gibt unterschiedliche Arten von Schulden.
Wenn ihr einen Kredit für ein neues Handy oder eine Reise aufnehmt, ermöglicht ihr euch einen Wunsch im Hier und Jetzt. Wichtig ist dabei, dass die Rückzahlung gut zu eurem Budget passt und bewusst geplant ist.
Wenn ihr einen Kredit für eine Ausbildung aufnehmt, investiert ihr in eure berufliche Zukunft. Das Ziel ist ein bestimmter Karriereweg und ein höheres Einkommen. Wenn ihr einen Wohnkredit aufnehmt, finanziert ihr Eigentum mit dem ihr Schritt für Schritt Vermögen aufbaut.
Laut Oesterreichischer Nationalbank macht der größte Teil der privaten Verschuldung in Österreich Wohnbaukredite aus. Das zeigt: Immobilienfinanzierung ist keine Ausnahme, sondern für viele ein normaler Weg ins Eigentum.
Wenn ihr Respekt vor einer Finanzierung habt, ist das völlig normal. Große Entscheidungen verdienen Aufmerksamkeit. Eine gute Wohnfinanzierung orientiert sich an eurem Leben. Sie berücksichtigt eure aktuelle Situation, eure Zukunftspläne und mögliche Veränderungen.
Denkt einmal an 400.000 Euro. Diese Summe wirkt riesig. Ok, ist sie auch. Aber sie ist so groß, dass wir sie uns nicht einmal konkret vorstellen können. Wie hoch wäre der Stapel an Euro-Scheinen? Wie groß müsste4 der Haufen an Geldbündeln sein? Wir kommen vermutlich im Laufe unseres Lebens nicht mit einer so großen Geldsumme auf einmal in Kontakt. Und daher macht uns die Gesamtsumme Angst. Angst, es nicht bewältigen zu können. Angst, es nicht zurückzahlen zu können.
Dabei zahlt ihr diese Summe nicht auf einmal zurück, sondern über viele Jahre in monatlichen Raten. Die entscheidende Frage ist daher nicht: „Wie hoch ist die Gesamtsumme?“, sondern: „Ist die monatliche Rate gut tragbar?“
Noch Fragen?
Eine Wohnfinanzierung ist eine große Entscheidung und genau dabei begleiten wir euch Schritt für Schritt. In einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin klären wir gemeinsam, welche Finanzierungslösung, welche Förderungen und welche monatliche Rate zu eurer Lebenssituation passen.
Es gibt keine falschen oder unangenehmen Fragen, nur das Ziel, euch Klarheit zu geben. Wir nehmen uns so viel Zeit, wie es braucht, um euren Traum vom Eigenheim wahr zu machen.
Oft wird gefragt, ob es „gute“ oder „schlechte“ Schulden gibt. Entscheidend ist aber nicht das Etikett, sondern wofür ihr einen Kredit nutzt und wie er zu eurer finanziellen Situation passt.
Manche Finanzierungen zielen darauf ab, langfristig etwas aufzubauen, zum Beispiel durch eine Ausbildung oder durch Eigentum. Andere helfen dabei, Wünsche oder Anschaffungen im Alltag möglich zu machen. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Rückzahlung gut planbar bleibt.
Bei einer Wohnfinanzierung kommt noch etwas dazu: Ihr ersetzt die monatliche Miete durch eine monatliche Kreditrate. Mit jeder Zahlung baut ihr Schritt für Schritt Eigentum auf.
Wohnbaufinanzierung: Die Fakten
Eigenmittel sind bei einer Wohnfinanzierung ein wichtiger Baustein. Oft hört ihr die Empfehlung von rund 20 Prozent des Kaufpreises. Das klingt zunächst nach einer Hürde, aber tatsächlich erfüllen Eigenmittel einige wichtige Funktionen:
Zum einen reduzieren sie die Kreditsumme und damit die monatliche Belastung. Zum anderen verbessern sie in der Regel die Konditionen, weil das Risiko für die Bank sinkt. Und nicht zuletzt geben sie euch selbst ein gutes Gefühl. Wer Eigenkapital einbringt, hat bereits bewiesen, dass er sparen und planen kann.
Eigenmittel können aus Erspartem bestehen, aus einem Bausparvertrag, aus Unterstützung der Familie oder aus bereits vorhandenem Vermögen.
Das Wort Schulden trägt viel Geschichte und Emotion in sich. Doch wirtschaftlich betrachtet kommt es darauf an, wofür ihr Geld aufnehmt.
Eine gut geplante Finanzierung kann euch Sicherheit, Stabilität und Vermögensaufbau bringen. Sie fühlt sich am Anfang vielleicht groß an, sie wird aber mit jedem Monat greifbarer und mit jedem Jahr wächst euer Anteil.
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