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Endlich (m)ein Haus: In sieben Schritten zur richtigen Finanzierung

Ein neues Zuhause im Eigenheim – davon träumen viele. Doch bei der Finanzierung des Hauskaufs oder eines Neubaus musst du einiges beachten. Wir nennen dir die wichtigsten Tipps für einen gut durchdachten Finanzierungsplan.

Lesedauer: 6 Min.

Ein Immobilienkauf oder Hausbau ist eine Entscheidung fürs Leben und natürlich überlegt man sich das gut. Das Haus sollte dir gefallen, zu deinen Bedürfnissen passen und die Lage muss stimmen. Aber damit du im neuen Zuhause unbeschwert glücklich sein kannst, brauchst du die richtige Finanzierung und die muss bereits vor dem Kaufabschluss auch abgesichert sein. Das gelingt dir, wenn du die folgenden Punkte beachtest, die Wüstenrot Privatkundenberater Alexander Buchner für dich zusammengestellt hat.

Vorweg gilt es natürlich, die Verordnung für nachhaltige Vergabestandards bei der Finanzierung von Wohnimmobilien (die sogenannte KIM-VO) zu beachten. Diese legt Obergrenzen für die Vergabe von Wohnimmobilienfinanzierungen fest:

  • Eine maximale Beleihungsquote von 90%, wobei den Kreditinstituten ein Ausnahmekontingent von 20% zugestanden wird.
  • Eine Schuldendienstquote von maximal 40% (Ausnahmekontingent: 10%).
  • Eine Laufzeit von maximal 35 Jahren (Ausnahmekontingent 5%).
  • Insgesamt dürfen aber bei einem Kreditinstitut maximal 20% aller Kredite eine der Obergrenzen überschreiten.
  • Um Renovierungen und Sanierungen – insbesondere den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger – zu erleichtern, sind Finanzierungen bis zu einer Geringfügigkeitsgrenze von € 50.000 von diesen Vorgaben ausgenommen.

1. Finanzierungsbedarf richtig kalkulieren

Je nachdem, ob du ein Haus kaufst oder selbst baust, musst du unterschiedlich kalkulieren: Zu den festen Kosten einer Bestandsimmobilie musst du noch die Nebenkosten für den Vertragserrichter (Notar, Rechtsanwalt) und eventuell den Makler, die Grunderwerbssteuer , die Grundbuch-Eintragungsgebühr sowie die Kaufvertragsgebühren hinzurechnen und dann weißt du, welche Summe du benötigst. Beim Hausbau hast du die Wahl, ob du mit einem Baumeister bauen oder ein Fertigteilhaus kaufen willst. Hier solltest du verschiedene Angebote einholen und einen finanziellen Spielraum zwischen zehn und 20 Prozent der Gesamtsumme dazugeben, um den Hauspreis zu ermitteln. Kalkuliere hier lieber großzügig, denn übersteigen die Kosten den Kredit, ist eine Nachfinanzierung meist nicht möglich.

Alexander Buchner, Privatkundenberater der Wüstenrot Gruppe
Wüstenrot Privatkundenberater Alexander Buchner hat die wichtigsten Punkte zur Hausfinanzierung zusammengestellt

2. Eigenkapital ansparen

Auch bereits vor der KIM-VO war es nicht wirklich ratsam, ohne Eigenmittel zu bauen. In der Bauphase treten immer Dinge auf, die man nicht vorhergesehen hat, und die ohne Eigenkapital sehr schwierig zu bezahlen sind. Lass dir deshalb vor Beantragung der Finanzierung von einem Berater die genauen Baukosten ermitteln und versuche, Eigenmittel mit in die Finanzierung zu bringen. Diese federn eventuelle Mehrkosten oder Nebenkosten gut ab.

3. Eigenleistungen richtig einplanen

Wenn du viel selber machst, kannst du die Kosten für den Hausbau senken. Doch viele Menschen überschätzen, was sie als Eigenleistung tatsächlich erbringen können. Heutzutage haben die meisten wegen ihrer anspruchsvollen Jobs kaum noch Zeit, selbst Hand anzulegen. Außerdem sind die Gewerke heute schon so günstig, dass du mit Eigenleistung nicht mehr so viel einsparen kannst, wie das früher der Fall war.

4. Förderungen mit einberechnen

Energieeffizientes Bauen oder energieeffizientes Sanieren kannst du vom Staat fördern lassen. Die Förderung beantragst du über deine Bausparkasse. Wüstenrot unterstützt dich bei der Antragstellung gerne. Jeder gute Berater sollte sich mit Fördermitteln und Förderhöhen auskennen und dich dazu qualifiziert beraten können. Mach das noch vor dem Hausbau, damit du die Förderung in das Gesamtbudget einkalkulieren kannst.

5. Das richtige Zinsmodell wählen

Welches Zinsmodell das richtige für dich ist, kommt auf deine Einkommensverhältnisse an. Es gibt zwei Arten von Zinsmodellen: die Fixzinsfinanzierung oder eine variable Finanzierung. Es gibt auch eine Mischform mit fixen und variablen Zinsen. Mach dazu am besten einen Finanzierungsplan mit einem Profi, der dir genau erklären kann, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Zinsvarianten haben und ermittelt, welche die für dich günstigste ist.

6. Darlehensvertrag genau prüfen

In Darlehensverträgen können sich viele Zusatzvereinbarungen verstecken, die für dich von Nachteil sein können. So kann es beim Fixzinssatz zu einem Aufschlag nach der Fixzinsphase kommen (Anm.: Die Gesamtlaufzeit des Darlehens setzt sich aus einer Fixzinsphase und einer variabel verzinsten Phase zusammen.). Oder die Bank berechnet Gebühren oder verlangt zusätzliche Sicherheiten, Nachbesicherungsrechte, Lohnpfändungen oder Pönalzahlungen. Achte in den Modalitäten deiner Finanzierung genau darauf, ob du ohne zusätzliche Gebühren Sonderzahlungen leisten darfst – zum Beispiel bei einer Erbschaft – und ob es versteckte andere Vereinbarungen gibt. Am besten suchst du einen Fachmann auf, der sich damit auskennt und der dich berät, was in den Kreditvertrag hineingehört und was du vermieden solltet.

7. Gegen Unfall und Erwerbslosigkeit absichern

Viele Menschen machen sich bei der Baufinanzierung keine Gedanken darüber, was im Falle eines Unfalls und einer darauffolgenden Arbeitsunfähigkeit passieren wird. Ein guter Berater macht dich auf diesen Punkt aufmerksam und bietet dir eine Absicherung für den Fall an, dass du den Kredit nicht mehr bedienen kannst. Es gibt dazu Risiko-Ablebensversicherungen, Unfallversicherungen, Arbeitsunfähigkeitsversicherungen, die deine Familie umfassend absichert.

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