Kochen im Freien: Wer seine Outdoor-Küche nicht selbst bauen möchte, kann sie sich bei Anbietern wie WWOO individuell zusammenstellen.
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Draußen kochen: Outdoor-Küche selber bauen

Die Gartenernte gleich unter freiem Himmel frisch zubereiten: Eine Outdoor-Küche macht’s möglich und ist ganz leicht selbstgebaut.

Lesedauer: 3 Min.

Für die Gartenküche Marke Eigenbau gibt es verschiedenste Varianten: gemauert, aus Paletten, komplett aus Holz zusammengebaut oder – wie hier beschrieben – aus einem umfunktionierten Servierwagen aus Holz. In der Grundausstattung enthält eine Gartenküche einen Grill und/oder Gaskochfeld sowie ein Spülbecken, Arbeitsfläche und Stauraum. Achtung: Wer auch noch einen Kühlschrank in der Outdoor-Küche unterbringen will, sollte diesen nicht nur trocken unterstellen können, sondern braucht auch einen Stromanschluss. Der Untergrund deiner Outdoor-Küche sollte stabil genug und bei Nässe nicht rutschig sein. Ideal sind Böden aus Pflastersteinen, rauer Naturstein oder Beton. Bei einem weichen Untergrund hingegen kann eine Küche absacken.

1. Material und Werkzeug

Neben einem großen Servierwagen oder Küchenarbeitstisch aus Holz benötigst du Fliesen (z. B. Mosaikfliesen), ein Spülbecken, einen Wasserhahn und einen Gasherd mit Gasflasche. Bevor du alle Dinge neu kaufst, schaue dich bei Ebay oder anderen Flohmarkt-Portalen um. Für mehr Platz kannst du auch zwei schmale, gleich hohe Servierwagen verwenden, die du mit einer großen Arbeitsplatte verbindest.

Außerdem bereitlegen:

  • Stichsäge und Bohrmaschine
  • Zollstock oder Maßband und Bleistift
  • Holzschutzlasur, Lackroller und Pinsel
  • Fliesenkleber, Fugenmasse, Winkelleisten
Outdoor cooking in a beautiful garden.Other outdoor Kitchen images
Flexibel: Erweitere deine Outdoor-Küche nach Belieben mit einem Beistelltisch.

2. Herd und Spüle

Markiere auf der Arbeitsplatte die Ausschnitte für Spüle und Gasherd und säge die Löcher mit einer Stichsäge aus. Arbeite vor allem bei den Rundungen sehr genau. Mit einem Fräsaufsatz für die Bohrmaschine kannst du das Loch für den Wasserhahn in die Platte fräsen. Wenn du dich für eine Outdoor-Küche aus zwei Servierwagen entscheidest, befestige anschließend die Arbeitsplatte auf der Unterseite der beiden Wagen mittels Winkelverbindern und Schrauben.

Mature Man Cooking in Open Kitchen.
Vom Garten in den Topf: Mit einer Outdoor-Küche kannst du deine Ernte direkt im Freien zubereiten.

3. Arbeitsfläche fliesen

Nun geht es an die Fliesen: Schneide die Fliesen mit einem Fliesenschneider passend zurecht und klebe sie mit dem Fliesenkleber an der Platte fest. Willst du Fliesenschneiden vermeiden, wähle ungleiche Mosaikfliesen, die du auf der Platte wie ein Puzzle zusammenfügen kannst. Verfuge anschließend die geflieste Fläche und befestige die Winkelleisten aus Aluminium mit kleinen Schrauben an der Arbeitsplatte.

Mosaic
Puzzlen bis es passt: Mosaikfliesen sind flexibel einsetzbar.

4. Wetterfest machen

War dein Servierwagen zuvor unbehandelt, dann mache das Holz des Gestells in zwei bis drei Arbeitsgängen mit Holzschutzlasur wetterfest. Nachdem die Lasur getrocknet ist, kannst du den Gasherd und die Spüle einlegen und den Wasserhahn montieren. Dein Gartenschlauch wird zur Wasserleitung, in dem du diesen mit einer Schlauchkupplung an den Wasserhahn anschließt. Auch das Abwasser sollte nicht vergessen werden: Sammel dieses am Besten in einem Kanister, den du über einen flexiblen Schlauch mit dem Abfluss deines Spülbeckens verbindest.

Jetzt noch einrichten: Teller, Schüsseln und Töpfe sowie ein Korb mit Geschirr und eine geschlossene Kiste mit Messern finden auf der Abstellfläche unter der Arbeitsplatte Platz – fertig ist die kleine Gartenküche.

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