Interviewserie Gelebte Kundennähe: Einblick in unsere Filialen

Hier findet ihr alle Filialporträts unserer Interviewserie:
 

Von der klassischen Produktberatung zur echten Begleitung

Der Blick zurück zeigt, wie stark sich die Beratung verändert hat. Johann Edlinger erinnert sich noch gut an seine Anfänge im Außendienst, inklusive „Druckerkoffer“, Laptop und seitenlangen Ausdrucken: „Inhaltlich hat sich noch mehr verändert: Kund:innen sind heute viel besser informiert. Sie kommen mit konkreten Vorstellungen, vergleichen Angebote, kennen Zinssätze. Was sie suchen, ist Sicherheit, Vertrauen und Flexibilität.“

Auch für Ramona Macher steht dieser Wandel im Mittelpunkt. Beratung bedeutet heute, zuzuhören, Fragen zu stellen und die Lebensrealität der Kund:innen zu verstehen: „Kund:innen sollen nicht das Gefühl haben, dass ich nur etwas verkaufen will. Ich möchte ganzheitlich beraten, unterstützen und helfen, Ziele zu erreichen. Dazu gehört, Dinge umfassend zu erklären, Risiken aufzuzeigen und ein Gesamtbild zu geben.“ Die Beratung wird dadurch ganzheitlicher und persönlicher. Es geht nicht mehr um einzelne Produkte, sondern um Lösungen, die langfristig tragen.

Mit der gestiegenen Informationsverfügbarkeit hat sich auch das Bewusstsein für bestimmte Themen verändert. Vorsorge, Gesundheit oder Pension sind heute deutlich präsenter als noch vor einigen Jahren. Viele Kund:innen setzen sich aktiv damit auseinander und kommen mit konkreten Fragestellungen in die Beratung.

Ramona Macher beobachtet diesen Wandel sehr deutlich im Alltag. Themen, die früher oft verdrängt wurden, rücken zunehmend in den Fokus. 

Gleichzeitig entsteht daraus eine neue Rolle für Berater:innen. Sie begleiten, ordnen ein und helfen dabei, aus der Vielzahl an Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Auch Johann Edlinger sieht genau darin die zentrale Aufgabe moderner Beratung: weg vom reinen Produkt, hin zum echten Verständnis für die jeweilige Situation. 

Ramona Macher, Leiterin Stammvertrieb Steiermark Süd mit ihrem Team bei einer Filialeröffnung
Leiter Stammvertrieb Johann Edlinger mit seinem Team
Johann Edlinger, Leiter Stammvertrieb Graz und Obersteiermark mit seinem Team

Digital und persönlich: Die Zukunft ist beides

Die Frage, ob Beratung digital oder persönlich stattfinden soll, stellt sich für beide nicht. Vielmehr geht es um das Zusammenspiel. Digitale Angebote schaffen Flexibilität und erleichtern den Zugang. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass persönliche Beratung gerade bei komplexeren Themen entscheidend bleibt.

„Ich glaube, dass es beides braucht“, sagt Ramona Macher. „Einfache Themen werden sich stärker in die digitale Richtung entwickeln. Aber bei sensiblen Themen wie Finanzierung oder Vorsorge wollen die Menschen weiterhin persönliche Beratung, weil es um individuelle Lösungen geht.“  
 
„Die Zukunft ist nicht digital oder persönlich – sie ist digital und menschlich. Gerade bei komplexeren Produkten entstehen ohne Beratung häufiger Fehler, weil nur auf den Preis geschaut wird.“, erzählt Johann Edlinger.

Ein Angebot wirkt auf den ersten Blick attraktiv, wichtige Faktoren wie Laufzeiten, Absicherung oder langfristige Auswirkungen bleiben dabei oft unberücksichtigt. Entscheidungen, die kurzfristig sinnvoll erscheinen, entfalten ihre Wirkung häufig erst Jahre später. Die Kombination aus digitalem Zugang und persönlicher Betreuung sorgt dafür, dass solche Zusammenhänge sichtbar werden und Entscheidungen fundierter getroffen werden können. 

So entsteht ein hybrider Beratungsansatz, der sich an den Lebensrealitäten der Menschen orientiert.

Unser hybrider Beratungsansatz

Wie greifen persönliche Beratung und digitale Services bei Wüstenrot ineinander?

Für uns ist das keine Entweder-oder-Frage, sondern ein bewusstes Zusammenspiel. Unsere Kund:innen sollen frei wählen können, wie sie mit uns in Kontakt treten: persönlich in der Filiale, digital oder kombiniert.  Digitale Services verstehen wir nicht als Ersatz, sondern als sinnvolle Ergänzung zur persönlichen Betreuung. Gerade in Situationen, in denen es schnell gehen muss, zeigt sich der Mehrwert dieses hybriden Ansatzes. Bei einem Unwetterschaden etwa ermöglicht unser digitales Schadenservice rasche Hilfe, während die vertraute Ansprechpartnerin oder der vertraute Ansprechpartner in der Filiale weiterhin persönlich begleitet. 

Auch in der Beratung selbst unterstützen digitale Lösungen unsere Arbeit gezielt. Schon heute erfassen wir vor dem Gespräch die finanzielle Gesamtsituation unserer Kund:innen, um individuelle und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Künftig wird dieser Prozess durch ein digitales Tool zur 360-Grad-Bedarfsanalyse ergänzt, das einen ganzheitlichen Überblick und Live-Berechnungen ermöglicht. Genau diese Verbindung aus Schnelligkeit und persönlicher Nähe schätzen unsere Kund:innen.

Warum moderne Filialen wichtiger werden

Parallel zur Digitalisierung zeigt sich eine klare Entwicklung: Filialen gewinnen wieder an Bedeutung. Während viele Anbieter ihre Standorte reduzieren, setzt Wüstenrot bewusst auf Präsenz und auf moderne, zeitgemäße Konzepte.

Johann Edlinger beschreibt diesen Wandel sehr konkret:

Heute schaffen wir helle Räume mit Wohnzimmerflair. Mir ist wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter:innen wohlfühlen, denn ein funktionierendes Teamgefüge spüren auch Kund:innen sofort. Früher waren Kund:innen oft Bittsteller:innen. Heute werden sie empfangen und begleitet wie Großkund:innen – egal, was sie brauchen.

Johann Edlinger Leiter Stammvertrieb Graz und Obersteiermark

Unser Ziel ist, dass die Kund:innen mit einem positiven Gefühl rausgehen und sagen: Das war ein guter Termin.  

Ramona Macher Leiterin Stammvertreb Steiermark Süd
Ramona Macher, Leiterin Stammvertrieb Steiermark Süd
Ramona Macher, Leiterin Stammvertrieb Steiermark Süd

Neben der Rolle für Kund:innen hat sich auch die Bedeutung der Filiale für die Teams weiterentwickelt. Flexible Arbeitsmodelle, Desk Sharing und die Kombination aus Außendienst, Homeoffice und Filialarbeit prägen den Alltag. „Die Filiale wird zum Treffpunkt, zum Austauschraum und zur organisatorischen Basis.“, erklärt Ramona Macher. 

Kundennähe beginnt im Team

Die Atmosphäre, die Kund:innen in der Filiale wahrnehmen, entsteht durch Zusammenarbeit, Vertrauen und ein Miteinander, das über den Arbeitsalltag hinausgeht.

Für Johann Edlinger bilden Loyalität und Ehrlichkeit die Grundlage für funktionierende Teams. „Wenn diese Basis stimmt, kann man alles lösen. Wir arbeiten auf gemeinsame Ziele hin und stellen das Team bewusst in den Mittelpunkt.“

Zufriedene Mitarbeiter:innen sind die beste Werbung.

Johann Edlinger Leiter Stammvertrieb Graz und Obersteiermark

In Ramona Machers Team zeigt sich dieser Zusammenhalt auch im Alltag. Junge Kolleg:innen und erfahrene Mitarbeiter:innen arbeiten eng zusammen, unterstützen sich gegenseitig und schaffen eine Arbeitsatmosphäre, in der man sich wohlfühlt und gerne Teil des Teams ist.

Gleichzeitig spielt auch das Engagement in der Region eine wichtige Rolle. Ob bei Sportvereinen, Fußballcamps oder lokalen Initiativen: Teams bringen sich aktiv ein, sind präsent und knüpfen persönliche Kontakte.

Das stärkt die Bindung zur Region, schafft Vertrauen bei Kund:innen und wird zu einem wichtigen Faktor im Recruiting. Viele neue Kolleg:innen kommen genau über diese Berührungspunkte zum Unternehmen, weil sie positive Erfahrungen machen oder direkt erleben, wie die Teams arbeiten.

Johann Edlinger und sein Team engagieren sich bei zahlreichen Vereinen und Institutionen in ihrer Umgebung

Karriere bei Wüstenrot

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Wir bieten viele Benefits wie:

  • Homeoffice & flexible Arbeitszeitmodelle
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  • Gesundheitsförderung durch Angebote wie Gesundheitstage, Sportclub, ergonomische Arbeitsplätzen uvm.
  • Aus- & Weiterbildungsangebote

 

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Fazit

Kundennähe entsteht dort, wo Menschen sich Zeit nehmen, zuhören und Zusammenhänge verständlich machen. Sie zeigt sich in Gesprächen, die auf Augenhöhe geführt werden, in Lösungen, die zur Lebensrealität passen, und in einer Begleitung, die über den einzelnen Termin hinausgeht.

Das Zusammenspiel aus persönlicher Beratung und digitalen Möglichkeiten schafft dabei die notwendige Flexibilität. Filialen bleiben wichtige Orte der Begegnung, während gleichzeitig neue Wege entstehen, um Kund:innen zu erreichen.

Oder anders gesagt: Kundennähe ist das Ergebnis von vielen kleinen Momenten, die in Summe den Unterschied machen. 

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